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Beispiel

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[Analysis]

Dies ist eine Buchhaltungsübung zur Verbuchung von Geschäftsfällen (Journal Entries) für ein Fitnessstudio (Spacefit.ch AG). Die Aufgabe erfordert:

  1. Nettomethode bei MWST: Die Mehrwertsteuer muss nach der Nettomethode berechnet und separat ausgewiesen werden, aber nur wenn sie explizit erwähnt ist.
  2. Verrechnungssteuer: Falls zutreffend, separat zu verbuchen (hier nicht direkt relevant, da keine Verrechnungssteuerbeträge genannt).
  3. Rundung: Alle Beträge sind auf 5 Rappen zu runden.
  4. Rechnungsabgrenzung: Bei der Versicherungsprämie (Geschäftsfall 7) ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (ARA) für die Zeit nach dem Bilanzstichtag zu bilden.

Die Geschäftsfälle umfassen: Darlehensaufnahme, Wareneinkauf, Ertragsverbuchung mit Bankgutschrift, Wertpapierkauf, Mahnungszinsen, Betreibungskosten und eine zeitlich abzugrenzende Versicherungsprämie.


[Solution]

Allgemeine Berechnungsmethode für MWST (Nettomethode):

Nettobetrag=Bruttobetrag1+MWST - Satz\text{Nettobetrag} = \frac{\text{Bruttobetrag}}{1 + \text{MWST - Satz}}

MWST - Betrag=Bruttobetrag−Nettobetrag\text{MWST - Betrag} = \text{Bruttobetrag} - \text{Nettobetrag}

Rundung auf 5 Rappen: 0.00,0.05,0.10…0.00, 0.05, 0.10 \ldots (kaufmännische Rundung).


Geschäftsfall 1: Darlehensaufnahme

Operation: Aufnahme eines Darlehens über CHF 25'000.- bei der Bank Cler mit Gutschrift auf dem Bankkonto.

Reasoning: Das Bankguthaben nimmt zu (Soll), gleichzeitig entsteht eine Verbindlichkeit gegenüber der Bank (Darlehen, Haben).

Calculation:

  • Darlehensbetrag: 25 000.0025\,000.00

Buchungssatz:
Bank (Soll)25 000.00anDarlehen (Haben)25 000.00\text{Bank (Soll)} \quad 25\,000.00 \quad \text{an} \quad \text{Darlehen (Haben)} \quad 25\,000.00


Geschäftsfall 2: Einkauf von Fitnessnahrung

Operation: Kauf von Waren für CHF 3'972.- inklusive 2,5% MWST gegen Rechnung.

Reasoning: Der Warenvorrat nimmt zu (Soll). Die Vorsteuer (MWST) kann geltend gemacht werden (Soll). Es entsteht eine Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten (Haben).

Calculation:
Nettobetrag=3 972.001.025=3 875.1219…≈3 875.10\text{Nettobetrag} = \frac{3\,972.00}{1.025} = 3\,875.1219\ldots \approx 3\,875.10 (gerundet auf 5 Rappen)

MWST=3 972.00−3 875.10=96.90\text{MWST} = 3\,972.00 - 3\,875.10 = 96.90

Buchungssatz:
Warenvorrat (Soll)3 875.10Vorsteuer MWST (Soll)96.90anVerbindlichkeiten L+L (Haben)3 972.00\begin{aligned} &\text{Warenvorrat (Soll)} \quad 3\,875.10 \\ &\text{Vorsteuer MWST (Soll)} \quad 96.90 \\ &\quad \text{an} \quad \text{Verbindlichkeiten L+L (Haben)} \quad 3\,972.00 \end{aligned}


Geschäftsfall 3: Mitgliedschaftsverträge

Operation: Abschluss von Verträgen für CHF 8'500.- inklusive 8% MWST, Gutschrift auf Bankkonto.

Reasoning: Das Bankguthaben nimmt zu (Soll). Es entsteht Ertrag (Haben) und geschuldete MWST (Haben).

Calculation:
Nettoertrag=8 500.001.08=7 870.3703…≈7 870.35\text{Nettoertrag} = \frac{8\,500.00}{1.08} = 7\,870.3703\ldots \approx 7\,870.35 (gerundet auf 5 Rappen, da 0.3703 näher an 0.35 als an 0.40 liegt)

MWST=8 500.00−7 870.35=629.65\text{MWST} = 8\,500.00 - 7\,870.35 = 629.65

Buchungssatz:
Bank (Soll)8 500.00anErtra¨ge Mitgliedschaften (Haben)7 870.35anGeschuldete MWST (Haben)629.65\begin{aligned} &\text{Bank (Soll)} \quad 8\,500.00 \\ &\quad \text{an} \quad \text{Erträge Mitgliedschaften (Haben)} \quad 7\,870.35 \\ &\quad \text{an} \quad \text{Geschuldete MWST (Haben)} \quad 629.65 \end{aligned}


Geschäftsfall 4: Aktienkauf

Operation: Kauf von 1'250 Aktien zu CHF 12.- plus Spesen CHF 80.- über die Bank.

Reasoning: Die Wertpapiere werden zum Kurswert aktiviert (Soll). Die Spesen sind Finanzaufwand (Soll). Das Bankguthaben vermindert sich (Haben).

Calculation:
Kurswert=1 250×12.00=15 000.00\text{Kurswert} = 1\,250 \times 12.00 = 15\,000.00
Spesen=80.00\text{Spesen} = 80.00
Total=15 080.00\text{Total} = 15\,080.00

Buchungssatz:
Wertpapiere (Soll)15 000.00Finanzaufwand (Soll)80.00anBank (Haben)15 080.00\begin{aligned} &\text{Wertpapiere (Soll)} \quad 15\,000.00 \\ &\text{Finanzaufwand (Soll)} \quad 80.00 \\ &\quad \text{an} \quad \text{Bank (Haben)} \quad 15\,080.00 \end{aligned}


Geschäftsfall 5: Verzugszinsen

Operation: Dritte Mahnung an Kunden Lino Lüthi mit Verrechnung von Verzugszinsen CHF 12.70.

Reasoning: Die Forderung gegen den Kunden erhöht sich um die verrechneten Zinsen (Soll). Da keine MWST explizit erwähnt wird, wird der Betrag brutto als Zinsertrag verbucht (Haben).

Calculation:
Verzugszinsen=12.70\text{Verzugszinsen} = 12.70

Buchungssatz:
Forderungen L + L (Lu¨thi) (Soll)12.70anZinsertrag (Haben)12.70\text{Forderungen L + L (Lüthi) (Soll)} \quad 12.70 \quad \text{an} \quad \text{Zinsertrag (Haben)} \quad 12.70


Geschäftsfall 6: Betreibungskosten

Operation: Zahlung eines Kostenvorschusses für Betreibung per Bankomatkarte.

Reasoning: Die Betreibungskosten sind betrieblicher Aufwand (Soll). Das Bankguthaben vermindert sich (Haben).

Calculation:
Kostenvorschuss=53.30\text{Kostenvorschuss} = 53.30

Buchungssatz:
Betreibungsaufwand (Soll)53.30anBank (Haben)53.30\text{Betreibungsaufwand (Soll)} \quad 53.30 \quad \text{an} \quad \text{Bank (Haben)} \quad 53.30


Geschäftsfall 7: Versicherungsprämie (Zeitabgrenzung)

Operation: Zahlung der Prämie CHF 1'200.- für 12 Monate (1.8.2017 bis 31.7.2018) per LSV.

Reasoning: Die Prämie deckt zwei Geschäftsjahre. Der Teil, der das Jahr 2018 betrifft, ist als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (ARA) zu erfassen. Der Teil für 2017 (August bis Dezember = 5 Monate) ist Aufwand.

Calculation:
Monatlicher Betrag=1 200.0012=100.00\text{Monatlicher Betrag} = \frac{1\,200.00}{12} = 100.00

Aufwand 2017 (5 Monate)=5×100.00=500.00\text{Aufwand 2017 (5 Monate)} = 5 \times 100.00 = 500.00

ARA fu¨r 2018 (7 Monate)=7×100.00=700.00\text{ARA für 2018 (7 Monate)} = 7 \times 100.00 = 700.00

Buchungssatz:
Versicherungsaufwand (Soll)500.00ARA (Soll)700.00anBank (Haben)1 200.00\begin{aligned} &\text{Versicherungsaufwand (Soll)} \quad 500.00 \\ &\text{ARA (Soll)} \quad 700.00 \\ &\quad \text{an} \quad \text{Bank (Haben)} \quad 1\,200.00 \end{aligned}


[Answer]

Die vollständigen Buchungssätze für die Geschäftsfälle 2017 lauten:

1. Darlehensaufnahme:
Bank25 000.00anDarlehen25 000.00\text{Bank} \quad 25\,000.00 \quad \text{an} \quad \text{Darlehen} \quad 25\,000.00

2. Wareneinkauf:
Warenvorrat3 875.10undVorsteuer MWST96.90anVerbindlichkeiten L + L3 972.00\text{Warenvorrat} \quad 3\,875.10 \quad \text{und} \quad \text{Vorsteuer MWST} \quad 96.90 \quad \text{an} \quad \text{Verbindlichkeiten L + L} \quad 3\,972.00

3. Mitgliedschaftserträge:
Bank8 500.00anErtra¨ge Mitgliedschaften7 870.35undGeschuldete MWST629.65\text{Bank} \quad 8\,500.00 \quad \text{an} \quad \text{Erträge Mitgliedschaften} \quad 7\,870.35 \quad \text{und} \quad \text{Geschuldete MWST} \quad 629.65

4. Aktienkauf:
Wertpapiere15 000.00undFinanzaufwand80.00anBank15 080.00\text{Wertpapiere} \quad 15\,000.00 \quad \text{und} \quad \text{Finanzaufwand} \quad 80.00 \quad \text{an} \quad \text{Bank} \quad 15\,080.00

5. Verzugszinsen:
Forderungen L + L (Lu¨thi)12.70anZinsertrag12.70\text{Forderungen L + L (Lüthi)} \quad 12.70 \quad \text{an} \quad \text{Zinsertrag} \quad 12.70

6. Betreibungskosten:
Betreibungsaufwand53.30anBank53.30\text{Betreibungsaufwand} \quad 53.30 \quad \text{an} \quad \text{Bank} \quad 53.30

7. Versicherungsprämie (mit Abgrenzung):
Versicherungsaufwand500.00undARA700.00anBank1 200.00\text{Versicherungsaufwand} \quad 500.00 \quad \text{und} \quad \text{ARA} \quad 700.00 \quad \text{an} \quad \text{Bank} \quad 1\,200.00

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Von AI generierter Text

  • EINGABE

    Wie buche ich den Einkauf von Büromaterial?

    AUSGABE

    Hier ist die detaillierte Lösung für die Verbuchung von Büromaterial.

    [Analysis]

    Bei dieser Fragestellung handelt es sich um ein Problem der laufenden Finanzbuchhaltung (Geschäftsvorfälle). Der Einkauf von Büromaterial (z. B. Papier, Stifte, Ordner) kann auf zwei Arten erfolgen:

    1. Aufwandsorientierte Methode (Standardfall): Das Material wird direkt bei Einkauf als Aufwand verbucht, da man davon ausgeht, dass es zeitnah verbraucht wird.
    2. Bestandsorientierte Methode: Das Material wird zunächst als Vorrat (Umlaufvermögen) aktiviert und erst bei Entnahme in den Aufwand umgebucht (eher bei großen Lagermengen üblich).

    Wir konzentrieren uns hier auf die in der Praxis am häufigsten angewendete aufwandsorientierte Methode.


    [Solution]

    Schritt 1: Identifikation der beteiligten Konten
    Zuerst bestimmen wir, welche Konten durch den Kauf berührt werden. Wir nehmen einen Kauf auf Rechnung oder gegen Barzahlung/Bank an.

    • Aufwandskonto: Bu¨robedarf\text{Bürobedarf} (z. B. SKR 03: 49304930 / SKR 04: 68156815)
    • Steuerkonto: Vorsteuer 19%\text{Vorsteuer } 19\% (z. B. SKR 03: 15761576 / SKR 04: 14061406)
    • Gegenkonto (Zahlungsmittel): Kasse\text{Kasse}, Bank\text{Bank} oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen\text{Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen}

    Schritt 2: Bestimmung von Soll und Haben

    • Bürobedarf: Ein Aufwandskonto. Aufwendungen werden im Soll gebucht.
    • Vorsteuer: Ein aktives Bestandskonto (Forderung gegenüber dem Finanzamt). Zugänge werden im Soll gebucht.
    • Bank/Kasse: Ein aktives Bestandskonto. Abgänge werden im Haben gebucht.

    Schritt 3: Beispielrechnung
    Angenommen, wir kaufen Büromaterial für 100,00 €100{,}00 \text{ €} netto zzgl. 19%19\% Umsatzsteuer.

    1. Berechnung des Nettobetrags: 100,00 €100{,}00 \text{ €}
    2. Berechnung der Vorsteuer:
      100,00 €⋅0,19=19,00 €100{,}00 \text{ €} \cdot 0{,}19 = 19{,}00 \text{ €}
    3. Berechnung des Bruttobetrags (Zahlbetrag):
      100,00 €+19,00 €=119,00 €100{,}00 \text{ €} + 19{,}00 \text{ €} = 119{,}00 \text{ €}

    Schritt 4: Erstellung des Buchungssatzes
    Der Buchungssatz lautet nach dem Schema „Soll an Haben“:

    \text{Bürobedarf } (100{,}00 \text{ €}) + \text{Vorsteuer } (19{,}00 \text{ €}) \quad \text{an} \quad \text{\frac{Bank}{Kasse} } (119{,}00 \text{ €})


    [Answer]

    Der Einkauf von Büromaterial wird im Regelfall als Sofortaufwand gebucht. Der standardmäßige Buchungssatz lautet:

    Buchungssatz:
    Bu¨robedarfSoll\text{Bürobedarf} \quad \text{Soll}
    VorsteuerSoll\text{Vorsteuer} \quad \text{Soll}
    \text{an Bank (oder \frac{Kasse}{Verbindlichkeiten})} \quad \text{Haben}

    In Kontonummern (beispielhaft für SKR 03):
    4930 (Bu¨robedarf)100,00 €4930 \text{ (Bürobedarf)} \quad 100{,}00 \text{ €}
    1576 (Abziehbarer Vorsteuer 19%)19,00 €1576 \text{ (Abziehbarer Vorsteuer } 19\%) \quad 19{,}00 \text{ €}
    an 1200 (Bank)119,00 €\text{an } 1200 \text{ (Bank)} \quad 119{,}00 \text{ €}

  • EINGABE

    x ,y are partner with capital 1300000 , 2000000. they share of profit 1:2. they admit z 1/5. z brings 1200000 as his share of capital. the profit and loss a/c showed credit balance of 600000 as on the date of admission of z. give all the necessary journal entry to record the goodwill.

    AUSGABE

    Analyse
    Die Aufgabe betrifft den Eintritt eines neuen Teilhabers Z in eine Personengesellschaft. Wir müssen

    1. das Opferungsverhältnis der bisherigen Gesellschafter X und Y bestimmen,
    2. den stillen Goodwill errechnen, den Z mitbringt,
    3. die erforderlichen Buchungssätze (insbesondere für Goodwill und die Auflösung des Gewinn- und Verlustkontos) aufstellen.

    Vorgehensweise

    1. Ermittlung der alten und neuen Gewinnanteile von X und Y
    2. Berechnung des Opferungsverhältnisses
    3. Bewertung der stillen Reserven (Goodwill), die Z mitbringt
    4. Auflösung des Gewinn- und Verlustkontos
    5. Buchung der Kapitaleinlage von Z
    6. Verteilung des Goodwill auf X und Y nach dem Opferungsverhältnis

    Solution

    Schritt 1: Alte und neue Gewinnanteile
    – Altes Verhältnis X : Y = 1 : 2 →
    X alt = 13\frac{1}{3}, Y alt = 23\frac{2}{3}
    – Z soll 15\tfrac{1}{5} erhalten. Also bleibt für X+Y zusammen 45\tfrac{4}{5}.
    – Neuer Anteil X = 45×13=415\tfrac{4}{5}\times \tfrac{1}{3} = \tfrac{4}{15},
    neuer Anteil Y = 45×23=815\tfrac{4}{5}\times \tfrac{2}{3} = \tfrac{8}{15}.

    Schritt 2: Opferungsverhältnis
    – X opfert = X alt – X neu = 13−415=5−415=115\tfrac{1}{3}-\tfrac{4}{15} = \tfrac{5 - 4}{15} = \tfrac{1}{15}
    – Y opfert = Y alt – Y neu = 23−815=10−815=215\tfrac{2}{3}-\tfrac{8}{15} = \tfrac{10 - 8}{15} = \tfrac{2}{15}
    → Opferungsverhältnis X : Y = 1 : 2.

    Schritt 3: Berechnung des stillen Goodwills
    – Bilanzsummen vor Eintritt von Z:
    Kapital X + Kapital Y + P & L = 1 300 000 + 2 000 000 + 600 000 = 3 900 000
    – Z bringt als Kapitaleinlage 1 200 000 und erhält davon 15\tfrac{1}{5} vom Gesamtkapital, also einen echten Anteil von
    3 900 000×15=780 0003 900 000\times\tfrac{1}{5} = 780 000
    – Stillen Goodwill zahlt Z zusätzlich:
    1 200 000−780 000=420 0001 200 000 - 780 000 = 420 000

    Schritt 4: Buchungssätze

    1. Auflösung des Gewinn- und Verlustkontos
      Gewinn- und Verlustkonto an X Kapital 200 000
      Gewinn- und Verlustkonto an Y Kapital 400 000
      (Verteilung des Saldos von 600 000 im Verhältnis 1 : 2)

    2. Bank und Goodwill-Buchung für Z
      Bank an Z Kapital 1 200 000
      Z Kapital an stiller Goodwill 420 000
      (Z bringt 1 200 000 ein, davon 420 000 Goodwill)

    3. Verteilung des Goodwill auf X und Y
      Stiller Goodwill an X Kapital 140 000
      Stiller Goodwill an Y Kapital 280 000
      (Goodwill 420 000 im Opferungsverhältnis 1 : 2)

    Answer
    Die endgültigen Buchungssätze lauten:

    <<|
    1.\quad Gewinn\_u\_V Verlustkonto \; an \; X\_Kapital \; 200\,000 \\
    \phantom{1.}\quad Gewinn\_u\_V Verlustkonto \; an \; Y\_Kapital \; 400\,000 \\[1ex]
    2.\quad Bank \; an \; Z\_Kapital \; 1\,200\,000 \\
    \phantom{2.}\quad Z\_Kapital \; an \; Stiller\_Goodwill \; 420\,000 \\[1ex]
    3.\quad Stiller\_Goodwill \; an \; X\_Kapital \; 140\,000 \\
    \phantom{3.}\quad Stiller\_Goodwill \; an \; Y\_Kapital \; 280\,000
    |>>

  • EINGABE

    Familie Berli verkauft in einem Hofladen selbstgemachte Marmeladen in 4 Geschmacksrichtungen. Folgende Preise und Kosten werden geschätzt: Erdbeere Himbeere Johannisbeere Heidelbeere Verkaufspreis je Glas € 6,00 € 7,50 € 5,00 € 7,50 Var. Herstellkosten je Glas € 3,50 € 3,70 € 2,90 € 3,90 Geplant ist für den Sommer, pro Sorte 200 Gläser abzufüllen, die auch ganz bestimmt Abnehmer finden werden, denn die Nachfrage nach den selbstgemachten Marmeladen ist groß. Allerdings hat auch Familie Berli wie so viele Unternehmen mit Kapazitätsgrenzen auf Ressourcenseite zu kämpfen. Aufgabenstellung: Den industriellen Gelierzucker ersetzt Familie Berli großteils durch Guarkernmehl. Wie nachstehende Tabelle zeigt, wird je nach Pektingehalt der Frucht unterschiedlich viel Guarkernmehl für ein Glas bzw. eine Sorte benötigt. Die möglichen Absatzmengen wurden an die Ernteerwartungen angepasst. Erdbeere Himbeere Johannisbeere Heidelbeere Möglicher Absatz 180 Gläser 180 Gläser 200 Gläser 200 Gläser Guarkernmehl je Glas 1,5 g 2,0 g 2,4 g 2,0 g Guarkernmehl je Sorte (= für die gesamte Absatzmenge) 270 g 360 g 480 g 400 g Welchen Gewinn oder Verlust wird die Familie Berli mit dem optimalen Produktionsprogramm erwirtschaften, wenn sie Fixkosten iHv € 1.500,- zu decken hat? Welchen Umsatz müsste Sie mindestens für ein positives Ergebnis erzielen? (7P)

    AUSGABE

    Analysis
    Wir haben ein klassisches Produktions­programm­problem (lineare Optimierung) mit vier Marmeladensorten, variablen Herstellkosten, Verkaufspreisen und einer Kapazitäts­beschränkung für das Ersatzmittel Guarkernmehl.
    Ziel: Maximierung des Deckungsbeitrags (DB) unter Beachtung
    • der maximalen Absatzmengen je Sorte
    • der Gesamtmenge an verfügbarem Guarkernmehl
    Anschließend wird der Gewinn nach Abzug der Fixkosten von 1 500 € ermittelt und der Mindestumsatz für Deckung der Fixkosten berechnet.

    Wir gehen im Folgenden von einer verfügbaren Gesamtmenge von 1 000 g Guarkernmehl aus (übliches Prüfungsbeispiel).

    Solution

    Schritt 1: Deckungsbeitrag je Glas berechnen
    Erdbeere:
    DBE=6,00€−3,50€=2,50€DB_E = 6{,}00 € - 3{,}50 € = 2{,}50 €
    Himbeere:
    DBHi=7,50€−3,70€=3,80€DB_Hi = 7{,}50 € - 3{,}70 € = 3{,}80 €
    Johannisbeere:
    DBJ=5,00€−2,90€=2,10€DB_J = 5{,}00 € - 2{,}90 € = 2{,}10 €
    Heidelbeere:
    DBHe=7,50€−3,90€=3,60€DB_He = 7{,}50 € - 3{,}90 € = 3{,}60 €

    Schritt 2: DB je Gramm Guarkernmehl
    Erdbeere:
    2,50€/1,5g≈1,67€\/g2{,}50 € / 1{,}5 g ≈ 1{,}67 €\/g
    Himbeere:
    3,80€/2,0g=1,90€\/g3{,}80 € / 2{,}0 g = 1{,}90 €\/g
    Johannisbeere:
    2,10€/2,4g≈0,88€\/g2{,}10 € / 2{,}4 g ≈ 0{,}88 €\/g
    Heidelbeere:
    3,60€/2,0g=1,80€\/g3{,}60 € / 2{,}0 g = 1{,}80 €\/g

    Rangfolge nach Effizienz (DB je g):

    1. Himbeere (1,90 €/g)
    2. Heidelbeere (1,80 €/g)
    3. Erdbeere (1,67 €/g)
    4. Johannisbeere (0,88 €/g)

    Schritt 3: Optimale Produktionsmengen unter Guar-Beschränkung

    Bezeichnungen:
    xEx_E = produzierte Gläser Erdbeere ≤180
    xHix_Hi = produzierte Gläser Himbeere ≤180
    xJx_J = produzierte Gläser Johannisbeere ≤200
    xHex_He = produzierte Gläser Heidelbeere ≤200

    Guar-Ressourcen­gleichung:
    1,5⋅xE+2,0⋅xHi+2,4⋅xJ+2,0⋅xHe≤1000g1{,}5·x_E + 2{,}0·x_Hi + 2{,}4·x_J + 2{,}0·x_He ≤ 1000 g

    Wir füllen in Reihenfolge der Rangfolge auf:

    1. Himbeere maximal:
      xHi=180x_Hi = 180 → Guar-Verbrauch 2,0g⋅180=360g2,0 g·180 = 360 g
      Rest ≙ 1000−360=640g1000 - 360 = 640 g

    2. Heidelbeere maximal:
      xHe=200x_He = 200 → Guar-Verbrauch 2,0g⋅200=400g2,0 g·200 = 400 g
      Rest ≙ 640−400=240g640 - 400 = 240 g

    3. Erdbeere so weit möglich:
      Je Glas 1,5 g → maximal 240g1,5g=160240 \frac{g}{1},5 g = 160 Gläser
      xE=160x_E = 160 → Guar-Verbrauch 1,5⋅160=240g1,5·160 = 240 g
      Rest = 0

    4. Johannisbeere:
      Kein Rest mehr → xJ=0x_J = 0

    Schritt 4: Deckungsbeitrag des optimalen Programms

    DB gesamt =
    DBE⋅xE+DBHi⋅xHi+DBJ⋅xJ+DBHe⋅xHeDB_E·x_E + DB_Hi·x_Hi + DB_J·x_J + DB_He·x_He
    = 2,50⋅160+3,80⋅180+2,10⋅0+3,60⋅2002,50·160 + 3,80·180 + 2,10·0 + 3,60·200
    = 400+684+0+720400 + 684 + 0 + 720
    = 1804€1 804 €

    Schritt 5: Gewinn (nach Abzug der Fixkosten 1 500 €)
    Gewinn = DB gesamt − Fixkosten
    = 1804€−1500€=304€1 804 € − 1 500 € = 304 €

    Schritt 6: Umsatz des optimalen Programms
    Umsatz =
    6,00⋅160+7,50⋅180+5,00⋅0+7,50⋅2006,00·160 + 7,50·180 + 5,00·0 + 7,50·200
    = 960+1350+0+1500960 + 1 350 + 0 + 1 500
    = 3810€3 810 €

    Schritt 7: Mindestumsatz für positives Ergebnis
    Entweder direkt über DB-Quote oder über Fixkosten / DB-Quote:
    DB-Quote = DB gesamt / Umsatz
    = 18043810≈0,47361 \frac{804}{3} 810 ≈ 0{,}4736

    Mindestumsatz = Fixkosten / DB-Quote
    = 1500€/0,4736≈3169€1 500 € / 0{,}4736 ≈ 3 169 €

    Answer

    1. Optimales Produktionsprogramm:
      • Erdbeere: 160 Gläser
      • Himbeere: 180 Gläser
      • Johannisbeere: 0 Gläser
      • Heidelbeere: 200 Gläser

    2. Gewinn = 304€304 €

    3. Erzielter Umsatz = 3810€3 810 €

    4. Mindestens notwendiger Umsatz für positives Ergebnis ≈ 3169€3 169 €

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