HZ ist 1137813 Löse Aufgabe 2 und 3
Hier ist die schrittweise Lösung der Aufgaben 2 und 3 basierend auf der angegebenen HZ (1137813).
Analyse
Die Aufgabe befasst sich mit der Bauleitplanung und der Siedlungswasserwirtschaft.
Aufgabe 2: Zunächst müssen die Planungsparameter aus der Identifikationsnummer (HZ) abgeleitet werden. Anschließend werden die verschiedenen Teilflächen (Verkehrsflächen, öffentliche Flächen, Nettobauland) berechnet. Die Einwohnerzahl ergibt sich aus der Multiplikation der Nettobaulandfläche mit der Bewohnungsziffer. Zum Schluss wird die Bruttobevölkerungsdichte ermittelt.
Aufgabe 3: Es werden die beiden Standardverfahren der Stadtentwässerung (Misch- und Trennsystem) gegenübergestellt und eine begründete Wahl für das Neubaugebiet getroffen.
Lösung Aufgabe 2: Bauleitplanung
Schritt 1: Bestimmung der Parameter aus der HZ
Gegebene HZ: 1 1 3 7 8 1 3
4. Ziffer: 7
Ziffer: 8
Letzte (7.) Ziffer: 3
Größte Ziffer: 8
Kleinste Ziffer: 1
Daraus ergeben sich die Eingabewerte:
Fläche Neubaugebiet ANBG=70+8=78 ha
Grundflächenzahl GRZ=0,4−(1008)=0,32
Anzahl der Vollgeschosse nVG=2−(208)=1,6
Verkehrsflächenanteil aVF=20%−1%=19%
Öffentliche Fläche AO¨F=5+(27)=8,5 ha
Bewohnungsziffer BZ = 200 - 3 = 197 \text{ \frac{E}{ha}}
Schritt 2: Berechnung der Teilflächen
Zuerst berechnen wir die Verkehrsfläche AVF:
AVF=ANBG⋅aVF=78 ha⋅0,19=14,82 ha
Die Nettobaulandfläche Anetto (die Fläche, auf die sich die Bewohnungsziffer bezieht) ist die Gesamtfläche abzüglich der Verkehrs- und Grünflächen:
Anetto=ANBG−AVF−AO¨F
Anetto=78 ha−14,82 ha−8,5 ha=54,68 ha
Schritt 3: Berechnung der Einwohnerzahl
Die Anzahl der Einwohner E ergibt sich aus der Nettobaulandfläche und der Bewohnungsziffer:
E = A_{netto} \cdot BZ = 54,68 \text{ ha} \cdot 197 \text{ \frac{E}{ha}} = 10771,96 \text{ Einwohner}
Rundung: Das Ergebnis soll mathematisch korrekt auf 100 Einwohner gerundet werden.
Egerundet=10800 Einwohner
Schritt 4: Berechnung der mittleren Einwohnerdichte
Die mittlere Einwohnerdichte (Bruttobevölkerungsdichte) bezieht sich auf die gesamte Fläche des Neubaugebiets ANBG:
D_{mit} = \frac{E_{gerundet}}{A_{NBG}} = \frac{10800 \text{ E}}{78 \text{ ha}} \approx 138,46 \text{ \frac{E}{ha}}
Lösung Aufgabe 3: Entwässerungsverfahren
1. Die beiden Entwässerungssysteme
| System | Bedeutsamster Vorteil | Bedeutsamster Nachteil |
|---|---|---|
| Mischsystem | Nur ein Kanalrohr im Straßenraum nötig (geringere Platzbeanspruchung und Bauinvestition im Rohrnetz). | Bei Starkregen kommt es zu Entlastungen (Mischwasserüberläufe), die ungeklärtes Abwasser in Gewässer leiten können. |
| Trennsystem | Keine hydraulische Überlastung der Kläranlage bei Regen; sauberes Regenwasser kann direkt versickert oder eingeleitet werden. | Höhere Baukosten durch zwei separate Leitungssysteme und Risiko von Fehlanschlüssen. |
2. Entscheidung und Begründung
Entscheidung: Für das Neubaugebiet in Darmstadt wird das Trennsystem gewählt.
Begründung:
In modernen Neubaugebieten ist das Trennsystem heute Stand der Technik. Es ermöglicht eine ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung von Niederschlagswasser (z. B. lokale Versickerung oder Einleitung in nahegelegene Gewässer), ohne die Kläranlage unnötig mit sauberem Wasser zu belasten. Zudem werden so die bei Mischsystemen problematischen Gewässerverunreinigungen durch Mischwasserentlastungen bei Starkregenereignissen vermieden.
Antwort
Aufgabe 2:
Die Anzahl der Einwohner im Neubaugebiet beträgt 10800 Einwohner (gerundet).
Die mittlere Einwohnerdichte beträgt 138,46 \text{ \frac{E}{ha}}.
Aufgabe 3:
Die Systeme sind das Mischsystem und das Trennsystem.
Die Wahl fällt auf das Trennsystem, da es ökologische Vorteile bietet (keine Mischwasserentlastung in Gewässer) und eine gezielte Regenwasserbewirtschaftung im Neubaugebiet ermöglicht.
